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CaRabA

CaRabA

Kinospielfilm
Coming of age
Laufzeit: 92 min.
Format: 4K DCI Raw
Originalversion: Deutsch
Untertitel: Englisch
Kinostart: 9. Mai 2019

© Zwischenzeit e.V., 2019
www.caraba.de

Zum Greifen nahe: Ein freieres, selbstbestimmtes Deutschland jenseits der Schulpflicht. Wenn junge Menschen einfach ihren Interessen folgen könnten - was würden sie alles lernen!? Dieser Grundfrage geht CaRabA in fünf jazzig-lakonischen Episoden nach und vollzieht dabei einen Balanceakt zwischen skurril-humoristischen und poetisch-märchenhaften Elementen: Der entwaffnend-naive NURI (8) fährt bei seinem Vater im Taxi mit und unterhält die Fahrgäste; die zielstrebige SASKIA (24) forscht an einem Schlafmittel und kämpft um die Anerkennung desselben; der verträumte LOVIS (14) spielt Tischtennis im Park und verliebt sich in Soljanka; MAX (15) malt Waschmaschinen beim Schleudern und verzettelt sich; während bei JANNE (15) das Schicksal zur Feldforschung über Familie führt.

CaRabA erzählt von Vertrauen - in sich selbst und die Menschen um einen herum.

Trailer
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Konzept

Ein junger Zuschauer hat es kürzlich in etwa so ausgedrückt: „In dem Film ist es so, als würde plötzlich eine Schablone weggenommen werden. Diese Schablone sind die Verhaltensweisen von den Erwachsenen und ihre Sicht auf die Welt. Unter der Schablone kommen auf einmal die Kinder und die Jugendlichen zum Vorschein: Der Alltag verläuft jetzt nach ihren Strukturen. Wie ein Muster, das eigentlich die ganze Zeit über schon da war und das man unter der Schablone aber nicht sehen konnte.“

Die Welt in CaRabA ist in einem sonderbaren Bereich zwischen Phantasie und Realität angesiedelt. Zwar bewegt sich die Handlung stets innerhalb des Alltäglichen, die Art und Weise der Darstellung verlässt aber immer wieder unser vertrautes Hier und Jetzt: Die Dialoge werden lässig gesprochen, klingen dabei jedoch oft poetisch oder gar philosophisch. Gegenstände, die manchmal aussehen wie aus tiefer Vergangenheit geholt, kommen in futuristisch anmutenden Gebäuden zum Einsatz. Uralte Fahrzeuge kreisen mit der größten Selbstverständlichkeit durch moderne Innenstädte und befördern Geschäftsreisende mit der gleichen Gewissenhaftigkeit wie Kinder, belesene Pensionisten oder Obdachlose. Sonnenwarmes Licht fällt durch zerkratzte Fensterscheiben und taucht dann, kühler werdend, in glatte, merkwürdig kubistisch geformte Betonwände ein. Nach der Dämmerstunde pulsiert Neonblau durch Nachtclubs und Chemie-Labore, bevor es, nur wenige Meter weiter, auf Kerzenschein oder warme, häusliche Glühbirnen trifft. Tauben flattern, Fahrräder quietschen, Stimmen hallen durch leere Museen. Antike Pendeluhren takten sich ihren Weg durch elektronisch-träumerische Musikpassagen... Wer erweckt hier wen? Was ist alt, was ist neu, was ist angemessen?

Man kann ins Nachdenken geraten angesichts der Tatsache, dass ein Film, der Kinder und Jugendliche Verantwortung für ihr Leben ergreifen lässt, automatisch wegrücken muss von der Realität. Dabei gehören Freiheit und Verantwortung zu den schwersten und wesentlichsten Aufgaben! Wer in CaRabA eine rosarote Welt mit stets strahlenden Menschen erwartet, der wird enttäuscht. Durchaus ernsthaft und konzentriert setzen sich die jungen Protagonisten mit ihren Lebenssituationen auseinander. Sie alle zeichnet eine gewisse Unbestechlichkeit in ihrem Handeln und Urteilen aus, was dazu führt, dass sie es sich nicht einfach machen. Trotzdem bleiben sie immer spielerisch, finden kreative Wege, suchen den Kontakt zu anderen.

Die Tatsache, dass diese Protagonisten nicht zur Schule gehen müssen, wird in CaRabA zunächst gar nicht deutlich herausgestellt. Warum ist sie dennoch so wesentlich für das Wegfallen der „Erwachsenen-Schablone“? Das Schulsystem (in seiner Gestalt als „Pflicht“, der nicht nachzukommen einer Kriminalisierung gleicht) ist ja nur eines von vielen Gesellschafts- und Wertesystemen, die auf der Annahme beruhen, dass ein hohes Maß an individueller Freiheit schädlich sei für ein zivilisiertes Zusammenleben. Trotzdem hat es einen besonderen Stellenwert, eben weil es das erste dieser Systeme ist, zumindest in einer geschlossenen und institutionalisierten Form, dem ein junger Mensch gegenübertreten muss. Dem er sich also – letztendlich – beugen oder widersetzen kann, wobei es zwischen beiden Extremen natürlich unzählige Mittelwege gibt. In meinen Augen darf aber kein System uns wertvoller sein als ein lebendiger Mensch, zumal als ein junger Mensch, mit seinen Hoffnungen und mit seiner Freiheit, sich zu sich selbst hin zu entwickeln. Ein Mensch weiß schließlich selber am besten, wovon er träumt und wohin er gehen will und was er dafür erlernen muss. Und dazu gehört auch, wann, wie und mit wem er das alles lernen kann.

CaRabA zeigt in Ansätzen: Es ist alles andere als einfach, sich für ein selbstbestimmtes Leben zu entscheiden. Aber – und auch das zeigt der Film – es wird sich immer lohnen! Weil dadurch junge, neugierige, unvoreingenommene und liebenswerte – kurz: Lebendige Muster zum Vorschein kommen, die beginnen können, unsere Gesellschaft im besten Sinn zu verändern.

 

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Darsteller

Yunus Gürkan
Carl Hiller
Emma Brüggler
Paul Csipai
Lena Stoll
Nurija Böll
Conrad F. Geier
Murat Seven
Funda Rosenland
Sefâ Konuk Agnew
Can Sener
Florentine Schara
Wolf Gerlach
Anjorka Stechel
Ilse Bendin
Lisa Marie Janke
Ruben Brinkmann
Oliver Sauer
Norbert Hülm
Yu Fang
Viktor Bashmakov
Max Schimmelpfennig
Johannes Gäde
Rana Tutzlali
Linda Laudert
Kalle Perlmutter
Lutz Winde
Robert Meller
J. David Hinze
Martina Weihrich
Arne Krause
Thomas Höhne
Bertrand Stern
Judith Mauthe
Marion Alessandra Becker
Marc Adams
Lutz Scheffer
Anne Scholz
Dietrich Rudeloff
Marianne Thies
Markus Braun
Moritz Berg
Luna Schaller
Arda Atmaca
Noel Friege
Lenz Lengers
Fabian Prokein
Jürgen Lehmann
Mazen Alnounou
Carolin Ott
Michael Stein
Stefan Düe
Valentin Emil Lubberger
Sascha Werginz
Meike Frevel
Sylvia Schwarz
Werner Waas

 

Crew

Künstlerische Und Wirtschaftliche Leitung: Joshua Conens
Initiiert Von: Bertrand Stern

Buch: Andreas Laudert

Regie: Katharina Mihm
1. Regieassistenz: Sandrina Koppitz
2. Regieassistenz: Clara Haas

Kamera: Arsenij Gusev
1. Kameraassistenz: Marc Romaine
2. Kameraassistenz Sebastian Schwagereit
DIT: Sergej Egorkin

Licht: Serafim Gusev
Best Boy: Gregor Cunningham
Lichtassistenz: Jakob Franskevich-Leie, Christian Öhl, Francisco Mece

Montage: Caro Sultan Bauermeister/ bfs Sebastian Lempe

Musik: Elias Gottstein

Set-Ton: Maximilian Pongratz, Christoph Fleischer

Sound-Design & Mischung: Anders Wasserfall

Szenenbild: Marcelo Alves
Art Direction: Marie Ross
Innenrequisite: Alice Faucher
Außenrequisite: Jan Rejzek
Grafik Szenografie: Kati Linke, Katja Wehner
Szenenbildassistenz: Theresa Höfer

Kostümbild: Rosa Barz
Garderobe: Flora Tesch, Annemarie Sabel
Kostümpraktikum: Johanna Bohners

Maskenbild: Elena Ziegler
Zusatzmaske: Lea Komminoth, Luise Böhme

1. Aufnahmeleitung: Alex Weiz
Set-Aufnahmeleitung: Liska Witt
Assistenz Set-Aufnahmeleitung: Ben Sheppard, Lars Nieske
Set-Runner/ Blocker: Arthur Gay, Ronja Hüttinger, Lena Otte, Milena Conens, Eva Lotta Ravn, Uli Waldmann, Bertrand Stern, Ines Rahn, Kristina Zunic, David Masuch

Produktionsleitung: Joshua Conens
Produktionsassistenz: Anh Trieu, Anton Wolf, Malte Cigola, Sarah Stern
Produktionsteam: Lena Stoll, Dominik Fackler, Sophie Holzberger, Bianca Geburek, Clara Freund

Kinderbetreuung: Ronja Hüttinger, Katharina Menne

Catering: Wiebke Hampel, Clara Freund
Cateringassistenz: Martin Rees, Ingrid Hampel, Angela Tiamiyou Fatayi, Birgit Krämer, Steffi Doll

Postproduktion Koordination: Andreas Hellmanzik

VFX: Stefan Otterpohl, Janine Pusch
Titelgestaltung: Janine Pusch
Farbkorrektur: Andreas Hellmanzik

Zusätzliche Tonaufnahmen: Étienne Röder
Nachsynchronisation: David Rusitschka, Gerd Nesgen

Posaune: Anke Lucks
Saxophon: Birgitta Flick
Marimba: Brigitte Haas
Trompete: Yannick Mäntele
Flöte: Ruth Schepers
Gitarre: Elias Gottstein

Englische Übersetzung: Irene Hummel, Jens Dreiheller, Rabea Dahlhausen

Grafik: Malwina Senkiw, Carola Sultan Bauermeister, Dominik Krolikowski, Lars Bischoff, Mohammed Reza Nekoofar